6 Methoden, um Ihre Wäsche SCHNELL zu trocknen (ohne Trockner)

von | Mrz 23, 2017 | Ratgeber | 0 Kommentare

Wer kennt das nicht: Sie haben am Abend eine Verabredung und bereits den ganzen Tag Pläne geschmiedet, was Sie tragen werden. Dann der Schock, die Lieblingsbluse oder das Lieblingsshirt ist in der Wäsche.

Nun das Waschen wäre ja nicht das Problem, dies dauert mit dem Schnellwaschprogramm gerade einmal 20 Minuten, aber was dann?

Wie können Sie nunmehr Ihre nasse Wäsche schnell trocknen? Speziell wenn Sie keinen Wäschetrockner besitzen?

Mit dieser Frage werden wie uns hier auseinandersetzen und Ihnen die besten und schnellsten Methoden näherbringen. Auch wenn diese manchmal unkonventionell erscheinen mögen, und Sie überraschen werden, es funktioniert.

Tipp: Die beste Möglichkeit die Wäsche schnell trocken zu bekommen ist immer noch ein zuverlässiger Trockner. Im Wäschetrockner Vergleich finden Sie die besten & sparsamsten Modelle.

Für den Notfall gibt es aber auch noch andere Möglichkeiten. Die 6 besten davon finden Sie hier:

1. Die Heizung

Eine weit verbreitete Methode ist, die feuchte Wäsche über den Heizkörper zu legen, oder mittels Kleiderbügel direkt auf oder über den Heizkörper zu hängen.

Danach drehen Sie da Thermostat hoch, am besten auf Anschlag. Wenden Sie Ihre Wäsche ca. alle 15 Minuten. Diese Methode ist für leichte Materialen sehr gut geeignet.

Tipp:

Sie sollten nicht vergessen alle anderen Heizkörper für die Dauer der Schnelltrocknung abzuschalten, da Sie sich sonst im Handumdrehen in einer Sauna befinden.

Vorteil:

  • Die Wäsche trocknet praktisch von alleine und Sie können in der Zwischenzeit andere Dinge erledigen

Nachteile:

  • Sie könnten die Abdrücke des Heizkörpers an Ihrer Kleidung haben
  • Nicht für Jeans, oder schwere Stoffe geeignet

 

2. Der Fön

Wenn Sie die Ausdauer haben, oder verzweifelt genug sind, können Sie auch einen Fön verwenden. Der Nachteil hierbei ist eindeutig die lange Trocknungsdauer und der Arbeitsaufwand den Sie investieren müssen. Diese Methode ist nur bei sehr leichten luftigen Materialen empfehlenswert.

Nachteile:

  • Hoher manueller Aufwand
  • Lange Trocknungsdauer

3. Das Bügeleisen

Falls Sie ein Bügeleisen Ihr Eigen nennen und damit auch umgehen können, ist dies eine sehr gute Möglichkeit Ihre Wäsche schnell zu trocknen. Natürlich ist diese Methode nur für Materialen geeignet, welche auch bügelfähig sind. Bitte Etikett beachten! Ist dies der Fall, können Sie leichte bis mittelschwere Stoffe mit geringem Zeit- und Arbeitsaufwand trocknen.

Tipp:

Achten Sie darauf, dass die Wäsche feucht und nicht nass ist. Im Notfall sollten Sie dieser einen Extra Schleuderdurchgang gönnen.

Vorteile:

  • Geringer Zeitaufwand
  • Geringer Arbeitsaufwand

Nachteile:

  • Nicht für alle Materialen geeignet
  • Ein gewisses Know How vom Bügeln sollte vorhanden sein

4. Die Mikrowelle

Die Mikrowelle?  werden Sie nun denken. Ja, tatsächlich eignet sich die Mikrowelle bestens zum Trocken von Wäsche jeglicher Art. Die Grenze ist hier nur durch das Fassungsvermögen Ihrer Mikrowelle gesetzt.

Aber ACHTUNG! Untersuchen Sie das Lieblingsstück sehr sorgsam, ob sich Metalle, wie Knöpfe, Reisverschlüsse, Applikationen o.ä. daran befinden! Denn sonst haben Sie sehr schnell nicht nur nasse Kleidung, sondern auch eine kaputte Mikrowelle.

Sie sollten die jeweiligen Trocknungsabschnitte aber nicht zu lange wählen. Fangen Sie mit ca. 10 Minuten an, lassen Sie das Kleidungsstück ein wenig sitzen (wie Mahlzeiten), durchlüften Sie dieses und stecken es bei Bedarf wieder in die Mikrowelle. Die Betriebsdauer sollte bei jeder Wiederholung um die Hälfte reduziert werden.

Tipp:

Bei leichten Materialen die Betriebsdauer geringer wählen. Wenn Sie sich unsicher sind, besser mit kleinen Zeitabschnitten anfangen und sich durchtesten.

Vorteile:

  • Geringer Zeitaufwand
  • Geringer Arbeitsaufwand
  • Materialschonend

Nachteile:

  • VORSICHT vor Metallen
  • Fassungsvermögen Mikrowelle

5. Der Heißluftofen

Auch der Heißluftofen mag zwar unkonventionell erscheinen, eignet sich aber bestens zum Schnelltrocknen von Wäsche. Und ja – Sie können sogar Ihre Lieblingsjeans mit dieser Methode trocknen.

Legen Sie Ihr Kleidungstück auf den mittleren Bratrost, versichern Sie sich allerdings, dass sich keine Essenrückstände darauf befinden. Selbst kleinste Bratrückstände werden auf die Kleidung übertragen. Im Zweifel bedecken Sie den Rost mit Papier, kein Wachspapier verwenden! Auch die Fettbeschichtung dieses Papieres kann auf die Kleidung übertragen werden, dasselbe gilt auch für Gerüche jeder Art.

Tipp:

Wählen Sie die Temperatur nach der Materialart. Auch hier gilt, besser zu niedrig als zu hoch. Für leichtere Materialen Temperatur sehr niedrig ansetzen und öfter überprüfen.

Vorteile:

  • Geringer Arbeitsaufwand
  • Auch für schwere Materialen wie Jeans geeignet

Nachteile:

  • Gerüche und kleinste Bratrückstände werden vom Material aufgenommen

6. Der Backofen

Für den Backofen gilt grundsätzlich die gleiche Vorgangsweise wie für den Heißluftherd. Allerdings ist hier darauf zu achten, das Programm Ober- und Unterhitze zu verwenden, und da beim Backofen die Hitzeverteilung nicht so optimal wie beim Heißluftherd ist, ist eine mehrfache Kontrolle und ein eventuelles Wenden und Auflockern des Kleidungsstückes erforderlich.

7. Die Kombination verschiedener Methoden im Praxistest

Da wir Ihnen ja keine Tipps und Methoden ans Herz legen wollen, welche nicht funktionieren, haben wir beschlossen, einen Praxistest durchzuführen. Unsere Testobjekte waren eine schwarze Bluse aus gemischten Materialien und weiße Tennissocken aus Baumwolle.

  1. Wir haben unsere Wäschestücke gewaschen und 2x geschleudert – Zeitaufwand 18 Minuten
  2. Danach haben wir eine etwaige Restnässe per Hand ausgewrungen – Zeitaufwand 1 Minute
  3. Beide Objekte haben wir danach in die Mikrowelle gestopft und bei 750 Watt gut aufgeheizt – Zeitaufwand 5 Minuten + 2 Minuten Abkühlphase
  4. Während wir die Bluse gebügelt haben, haben wir den Socken einen weiteren Durchlauf in der Mikrowelle gegönnt – Zeitaufwand 10 Minuten
  5. Die Bluse haben wir daraufhin mittels eines Kleiderbügels über dem Heizkörper und die Socken direkt auf dem Heizkörper platziert. Nach einer Dusche als Vorbereitung für den Abend waren beide Kleidungsstücke trocken und tragebereit – geschätzter Zeitaufwand – 24 Minuten

Der Gesamtaufwand dieses Testes betrug gerade einmal eine Stunde und kann somit als erfolgreich bezeichnet werden.

Tipp:

Die Kombination einer schwarzen Bluse mit weißen Tennissocken war nur für Testzwecke vorgesehen und ist für die Praxis eher ungeeignet.

Wer testet hier?


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Annika S.

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